HondurasTrump-Kandidat gewinnt Präsidentenwahl nach holpriger Auszählung

Lesezeit: 1 Min.

Nasry Asfura von der rechten Nationalpartei ist Sieger der Präsidentenwahl in Honduras (Archivbild).
Nasry Asfura von der rechten Nationalpartei ist Sieger der Präsidentenwahl in Honduras (Archivbild). Leonel Estrada/REUTERS
  • Nasry Asfura von der rechten Nationalpartei gewinnt die Präsidentenwahl in Honduras mit 40,27 Prozent nach wochenlanger Auszählung.
  • US-Präsident Trump hatte sich vor der Wahl für Asfura starkgemacht und Honduras US-Unterstützung bei seinem Sieg versprochen.
  • Die regierende Linkspartei wirft der Opposition einen Wahlputsch vor und weist das Wahlergebnis als gesetzeswidrig zurück.
Von der Redaktion überprüft

Diese Zusammenfassung wurde mit der Unterstützung einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt. Lesen Sie mehr über unseren Umgang mit KI.

Fanden Sie diese Zusammenfassung hilfreich?
Mehr Feedback geben

Wochenlang zog sich die Auszählung, nun steht fest: Der Kandidat der rechten Nationalpartei, Nasry Asfura, geht als Sieger aus der Präsidentenwahl in Honduras hervor. Dem US-Präsidenten dürfte das gefallen.

SZ bei Google bevorzugen

Mehr als drei Wochen nach der Präsidentenwahl in Honduras steht der Sieger fest: Der von US-Präsident Donald Trump unterstützte Kandidat Nasry Asfura hat die Abstimmung gewonnen. Der Bewerber der rechten Nationalpartei kam auf 40,27 Prozent, wie das Wahlamt mitteilte. „Honduras – ich bin bereit zu regieren“, schrieb Asfura nach der Bekanntgabe des Ergebnisses auf der Nachrichtenplattform X. „Ich werde dich nicht enttäuschen.“

Asfuras stärkster Rivale, Salvador Nasralla von der Liberalen Partei, erhielt nach Angaben des Wahlamts 39,54 Prozent der Stimmen. Rixi Moncada von der linken Regierungspartei Libre landete abgeschlagen auf dem dritten Platz. Wer bei der Wahl die meisten Stimmen erringt, wird Präsident des mittelamerikanischen Landes - eine Stichwahl ist nicht vorgesehen.

Trump mischte sich in die Wahl ein

Nach der Wahl am 30. November hatte sich die Auszählung der Stimmen in die Länge gezogen. Zuletzt mussten noch zahlreiche Wahlbögen wegen Unregelmäßigkeiten überprüft werden. Aus verschiedenen politischen Lagern wurden Betrugsvorwürfe laut. Die regierende Linkspartei hatte der Opposition einen Wahlputsch vorgeworfen und zu Protesten aufgerufen. Nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses wies der ‍Präsident des honduranischen Kongresses, Luis Redondo von ‌der Libre, die Erklärung der Wahlbehörde umgehend als Wahlputsch zurück. „Das steht komplett außerhalb des Gesetzes. Es hat keinen Wert“, schrieb er auf X.

US-Präsident Trump hatte sich vor der Abstimmung zugunsten Asfuras in den Wahlkampf eingemischt. Wenn der Ex-Bürgermeister der Hauptstadt Tegucigalpa gewinne, könne Honduras auf die Unterstützung der USA zählen, wenn nicht, würde Washington kein Geld verschwenden, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Zudem begnadigte Trump den honduranischen Ex-Präsidenten Juan Orlando Hernández, der in den USA eine Haftstrafe von 45 Jahren wegen Verwicklung in den Drogenhandel verbüßte. Asfura und Hernández gehören derselben Partei an.

Asfura will große Infrastrukturprojekte umzusetzen und enger mit den USA zusammenzuarbeiten. Zudem kündigte der 67-jährige Bauunternehmer an, die diplomatischen Beziehungen zu China abzubrechen, um wieder die demokratische Inselrepublik Taiwan zu unterstützen.

© SZ/dpa/Reuters/saul - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

MeinungDrogen
:Auf den Straßen Lateinamerikas herrscht tödliche Stille

Kommentar von Jan Heidtmann
Portrait undefined Jan Heidtmann

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: