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Holocaust:Amon Göth: "Der Schlächter von Plaszow"

In "Schindlers Liste" erfuhr das Kinopublikum, wer der österreichische SS-Mann Amon Leopold Göth war: ein zynischer Sadist, der KZ-Häftlinge zu Hunderten ermordete.

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Amon Leopold Göth war etwas mehr als 500 Tage lang Kommandant des Arbeits- beziehungsweise Konzentrationslagers Plaszow bei Krakau in Polen. Er weidete sich an der Willkür und am Mord: Manchmal erschoss er Häftlinge mit dem Gewehr von der Terasse seiner Villa aus.

Foto: United States Holocaust Memorial Museum. Copyright: Verlagsgruppe Styria

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Mit seinem Schimmel war Göth oft im Lager unterwegs. Häftlingen begegnete er mit grenzenlosem Zynismus: "Wer zuerst schießt, hat mehr vom Leben."

Foto: Yad Vashem, Film and Photo Archive, Jerusalem. Copyright: Verlagsgruppe Styria

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Die Lagerinsassen mussten unter schwersten Bedingungen schuften: zahllose Appelle, mehr als zwölf Stunden Arbeit pro Tag, unerträgliche hygienische Bedingungen, minimalste Lebensmittelversorgung. Hier müssen Frauen eine Lore ziehen, die mit neun Tonnen Gestein beladen ist.

Foto: Raimund Titsch/Yad Vashem, Film and Photo Archive, Jerusalem. Copyright: Verlagsgruppe Styria

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Im nahe gelegenen Krakau betrieb der deutsche Industrielle Oskar Schindler eine Emailwarenfabrik. Zunächst setzte er Juden als billige Arbeitskräfte in Polen ein. Unter Einsatz seines gesamten Vermögens kaufte er mehr als 1200 jüdische Häftlinge frei und bewahrte sie so vor der Ermordung durch die Nazis in den Konzentrationslagern.

Schindler (r.) im Gespräch mit seinem ehemaligen Buchhalter Itzhak Stern, aufgenommen in Israel.

Foto: dpa

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Mietek Pemper war im KZ Plaszow Sekretär von Kommandant Göth. Pemper gelang es, unter Lebensgefahr die Namen der Häftlinge an Schindler zu schleusen, der sie für seine Fabrik anforderte und so vor der Ermordung bewahrte. Pemper war eine der Hauptquellen für die Recherche von US-Regiesseur Steven Spielberg zu seinen Film "Schindlers Liste". Er lebte bis zu seinem Tod in Augsburg, wo er 2007 zum Ehrenbürger ernannt wurde.

Foto: dpa

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Einer der sogenannten Schindler-Juden war Ludwik Kutscher, hier an der Gedenkstätte Plaszow.

Foto: AFP

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Am 16. März 2008 gedachten einige Polen in Plaszow der Liquidierung des Krakauer Ghettos 65 Jahre zuvor. Viele der überlebenden Juden wurden in das Arbeitslager Plaszow gebracht, das Anfang 1944 zum Konzentrationslager wurde.

Foto: AFP

(sueddeutsche.de/bosw/tbc)

© SZ.de/bosw
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