80 Jahre nach HiroshimaDie Bombe, die die Welt veränderte

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Mahnmal des Grauens: Brennende Laternen schwimmen auf dem Wasser in Hiroshima im Gedenken an den Abwurf der amerikanischen Atombombe am 6. August 1945; im Hintergrund ist der sogenannte Atombomben-Dom zu sehen, die Ruine einer durch die Bombe zerstörten Ausstellungshalle; Foto von 2001.
Mahnmal des Grauens: Brennende Laternen schwimmen auf dem Wasser in Hiroshima im Gedenken an den Abwurf der amerikanischen Atombombe am 6. August 1945; im Hintergrund ist der sogenannte Atombomben-Dom zu sehen, die Ruine einer durch die Bombe zerstörten Ausstellungshalle; Foto von 2001. Toshifumi Kitamura/dpa

Das Atombombeninferno von Hiroshima am 6. August 1945 zwang die Japaner zur Kapitulation, so lautet die gängige Erzählung. Der britische Weltkriegsforscher Richard Overy sagt: Das stimmt so nicht. Man müsse genauer hinsehen, gerade heute.

Rezension von Cord Aschenbrenner

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Fast 71 Jahre dauerte es, bis ein US-Präsident Worte des Mitgefühls fand. Es war im Friedenspark von Hiroshima, jener Stadt also, auf die eine amerikanische B-29 Superfortress am 6. August 1945 die erste Atombombe abgeworfen hatte, in der Barack Obama am 27. Mai 2016 davon sprach, „die Toten zu betrauern, darunter 100 000 japanische Männer, Frauen und Kinder“. Das klang weitaus einfühlsamer als die Worte seiner Vorgänger Ronald Reagan und George H. W. Bush, die in ihrer Amtszeit nur betont hatten, die Bombe habe „Millionen amerikanischer Leben“ gerettet. Auch Präsident Harry S. Truman, der Ende Juli 1945 den Befehl zum Abwurf der Bombe erteilt hatte, sagte später, er empfinde keine Reue, der Einsatz sei gerechtfertigt gewesen.

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SZ PlusVon Thomas Hahn

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