Medienbericht:Attila Hildmann angeblich in der Türkei aufgespürt

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Medienbericht: Attila Hildmann vor dem Reichstag. Wie der "Stern" berichtet, hält sich der Verschwörungsideologe in der Türkei auf.

Attila Hildmann vor dem Reichstag. Wie der "Stern" berichtet, hält sich der Verschwörungsideologe in der Türkei auf.

(Foto: IMAGO/Stefan Zeitz/IMAGO/Stefan Zeitz)

Das Nachrichtenmagazin "Stern" berichtet, Hildmann halte sich im türkischen Kartepe auf. In Deutschland wird der Koch wegen des Verdachts der Volksverhetzung gesucht.

Das Nachrichtenmagazin Stern hat nach eigenen Angaben Attila Hildmann aufgespürt. Der rechtsextreme Aktivist wird international mit einem Haftbefehl gesucht. In dem Bericht heißt es, Hildmann halte sich in Karpete auf, einer Stadtgemeinde etwa 110 Kilometer östlich von Istanbul. Seit Sommer dieses Jahres soll Hildmann in Karpete wohnen, zuvor habe er im Küstenort Gömec in der Provinz Balikesir gelebt.

Attila Hildmann ist in Deutschland als veganer Koch berühmt geworden. In der Corona-Pandemie fiel er dann auf, weil er Verschwörungsmythen verbreitete und sich immer wieder antisemitisch und rechtsextrem äußerte. Ihm werden unter anderem Volksverhetzung, die öffentliche Aufforderung zu Straftaten und Widerstand gegen Polizisten vorgeworfen.

Im Dezember 2020 setzte sich Hildmann in die Türkei ab, seit Februar 2021 wird er mit einem internationalen Haftbefehl gesucht. Ihm drohen zwei bis drei Jahre Gefängnis. Bei der Suche nach Hildmann hatte es immer wieder Pannen gegeben. Eine Mitarbeiterin der Staatsanwaltschaft soll Hildmann vor Strafverfolgung gewarnt haben, zudem ging die Generalstaatsanwaltschaft fälschlicherweise ein Jahr lang davon aus, Hildmann besitze einen türkischen Pass und könne daher nicht ausgeliefert werden.

Bei der Recherche habe der Stern eine Gruppe Privatdetektive begleitet, die sich auf die Suche nach Hildmann gemacht hätten und sich "Hildbusters" nennen würden, heißt es in dem Bericht. Hinweise aus seinem Kryptokonto und einer Telegram-Gruppe hätten schließlich den entscheidenden Hinweis auf den Aufenthaltsort gegeben.

Aufnahmen, die der Stern veröffentlicht, sollen belegen, dass die "Hildbusters" und Reporterinnen den Verschwörungsideologen in Kartepe konfrontierten. Einer der Privatdetektive habe danach das deutsche Generalkonsulat in Istanbul über Hildmanns Aufenthalt informiert.

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