Sonntagmorgen, der Friedhof des Domkapitels in Speyer. Zwei Polizisten und Hansjörg Eger, der Oberbürgermeister, sind die Grabwächter. Eger geht über die Wiese gegenüber des frischen Grabes, er betrachtet die Kränze, die dort liegen, hier und da richtet er eine Schleife. Außer ihm und den beiden Polizisten darf noch niemand ans Grab, um das eiserne Tor des Friedhofs ist eine Kette gelegt. Eger meint, am Nachmittag, gegen 15 Uhr, wird er das Tor öffnen können. "Es will vorher noch mal jemand kommen", sagt er, und meint damit Maike Kohl-Richter, wie es zuvor schon in Speyer zu hören war. Und die Witwe des früheren Bundeskanzlers legt ganz bestimmt keinen Wert darauf, am Grab begafft zu werden von Spaziergängern mit Regenschirm, Reportern und Rennradfahrern im knallgrünen Dress.
Helmut Kohl:Helmut Kohl wollte hier beerdigt werden
Das Grab von Helmut Kohl kann jetzt besichtigt werden. Es liegt an einem symbolischen Ort.
Von Detlef Esslinger, Speyer


