Süddeutsche Zeitung

Aktuelles Lexikon:Bell "212"

Robustes Hubschraubermodell, das bei Rettungskräften und Polizei beliebt ist. Auch der Präsident Irans war damit unterwegs.

Von Joachim Käppner

Nach iranischen Angaben war der Hubschrauber, bei dessen Absturz unter anderem der Präsident des Landes, Ebrahim Raisi, sowie Außenminister Hossein Amir-Abdollahian ums Leben kamen, eine Bell 212. Maschinen dieses Typs wurden noch unter der Herrschaft des 1979 gestürzten Schahs gekauft. Irans Luftfahrt ist stark veraltet und leidet aufgrund der westlichen Sanktionen unter gravierenden Ersatzteil- und Modernisierungsmängeln. Die Bell 212, gebaut von der US-Firma Bell Helicopter Textron, ist die zivile Version der schon seit den späten Sechzigerjahren konstruierten Twin Huey, welche die US Air Force seit 1970 im Vietnamkrieg einsetzte. Sie löste dort die ebenfalls aus vielen Filmen bekannten UH-1 Iroquois ab. Die Bell 212, der das moderne Modell Bell 412 folgte, gilt als robuster und leistungsfähiger Helikopter, der aufgrund seiner zwei Triebwerke große Lasten transportieren und 15 Personen tragen kann und bis zu 240 Kilometer pro Stunde schnell ist. Mit entsprechender elektronischer Ausrüstung ist er nachtflugfähig. Das Modell, das bis Ende der 1990er-Jahre gebaut wurde, fand weltweit Abnehmer. Polizei, Küstenwache und Feuerwehr vieler Staaten setzen die Bell 212 und 412 ein.

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