(SZ) Die Sängerin Helene Fischer steht schon vor der Weltmeisterschaft als Gewinnerin fest, sie grüßt von der Spitze der deutschen Charts. „Heute Nacht“ heißt ihr Song, die offizielle WM-Hymne des Senders Magenta-TV. Unter einer WM-Hymne muss man sich – so steht es jedenfalls zu vermuten – ein Fußball-Lied vorstellen, aber Helene Fischer bleibt diesbezüglich angenehm uneindeutig. „Träume, die wir haben, lassen uns nicht schlafen“, singt sie, das könnte auf die Anstoßzeiten des Turniers in Nordamerika bezogen sein, aber auch ganz allgemein auf die ausgeprägte Insomnie in Deutschland. Jeder Dritte, meldet gerade das Robert-Koch-Institut, finde aus welchen Gründen auch immer nicht in den Schlaf. „Wir wollen wieder fühlen, wie das Leben schmeckt / Wir haben viel zu lange den Kopf in’ Sand gesteckt“, singt Helene Fischer, und hier schimmert Thomas Gottschalks Hörgeräte-Werbung durch, in der behauptet wurde, das Leben rufe. Nachdem das Publikum dank der Hörgeräte wieder hören kann, was das Leben ruft, ist es folgerichtig, dass es auch fühlen will, wie das Leben schmeckt. Und wer viel zu lange den Kopf in den Sand steckt, kann gottlob nicht der Aufforderung von Lothar Matthäus folgen, der einst verfügt hatte: „Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken.“
GlosseDas Streiflicht
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Helene Fischer, Interpretin der WM-Hymne „Heute Nacht“.
Jens Kalaene/dpaDie Sängerin Helene Fischer steht schon vor dem Turnier mit ihrer WM-Hymne auf Platz eins in den Charts. Verrät sie in ihrem Lied auch, wer Weltmeister wird?