Es war am 7. März 2018 in Dublin, Heiner Wilmer, Generaloberer des Ordens der Herz-Jesu-Priester, war gerade auf Reisen zu seinen Mitbrüdern. Zwei Tage zuvor hatte Wilmer erfahren, dass Papst Franziskus ihn zum Bischof von Hildesheim ernennen wollte. Wilmer schlief deshalb seit Tagen schlecht. Also, so erzählte er es später, stand er um 5 Uhr auf, kochte sich einen Instantkaffee, klappte den Laptop auf und mailte dem Papst: „Heiliger Vater, ich habe ein schlechtes Gewissen, ich weiß nicht, wie ich mich entscheiden soll.“ Das Amt des Ordensoberen aufgeben? Bischof werden? Wilmer rechnete mit einer Antwort frühestens in ein paar Wochen, am selben Nachmittag rief Franziskus ihn auf dem Handy an.
Katholische KircheEr kann Traktorfahren und Theologie. Und als fortschrittlich gilt er auch noch
Lesezeit: 2 Min.

Ein Emsländer und damit der erste Norddeutsche an der Spitze der Bischofskonferenz: der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer.
Heiko Becker/ReutersHeiner Wilmer kommt vom Bauernhof, war mal Lehrer in der Bronx und ist nun Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Zugleich hat der 64-Jährige ein dezidiert frommes Profil.
Von Annette Zoch
