Heiliges Römisches Reich Das Ende des Reiches und der Reichsdeputationshauptschluss

Plausch nach dem Gemetzel 1805: Franz II., der Kaiser des Heiligen Römischen Reichs (li.), trifft nach der Drei-Kaiser-Schlacht von Austerlitz auf Napoleon Bonaparte.

(Foto: Süddeutsche Zeitung Photo)

Wurde eigentlich schon mit dem Westfälischen Frieden das Ende des Reiches vorweggenommen, so verschaffte ihm der Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Februar 1803 eine rechtliche Form. Mit der Gründung des Rheinbundes 1806 erfolgte schließlich eine territoriale Neuordnung und Reduzierung des einstigen Reiches.

Nach den Koalitionskriegen (1791-1797 und 1798-1801) hatte Frankreich die linksrheinischen deutschen Gebiete annektiert. Auf dem Reichstag in Regensburg erhielten die früheren Eigentümer - Österreich und Preußen sowie Bayern, Württemberg, Hannover, Hessen und Sachsen - einige rechtsrheinische Territorien. Diese wurden durch Säkularisation katholischer Gebiete und die Aufhebung der Autonomie der freien Reichsstädte (Mediatisierung) gewonnen. Für die katholische Kirche bedeutete der Reichsdeputationshauptschluss den größten Verlust seit der Reformation.

Durch die Neuordnung des alten Reiches wurde Deutschland zersplittert, was den neuen starken Staaten, Frankreich und Russland, entgegen kam. Preußen und Österreich wurden gleich stark, die mittleren Staaten gewannen ebenfalls an Gewicht, ohne sich aber vom dem Einfluss Frankreichs befreien zu können.

Nach dem Reichsdeputationshauptschluss und der Gründung des Rheinbundes am 12. Juli 1806 traten einige deutsche Staaten aus dem Verband aus. Angesichts dieser Auflösung legte Franz am 6. August 1806 die Kaiserkrone nieder und besiegelte damit das Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.

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