HannoverAbgeordnete protestieren gegen Gewalt gegen Frauen

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Thela Wernstedt (SPD) stellt rote Schuhe gegen Gewalt gegen Frauen auf die Landtagstreppe.
Thela Wernstedt (SPD) stellt rote Schuhe gegen Gewalt gegen Frauen auf die Landtagstreppe. (Foto: Ole Spata/dpa)

Mit Dutzenden roten Schuhen auf der Landtagstreppe in Hannover haben Abgeordnete aller Fraktionen gegen den Austritt der Türkei aus der Istanbul Konvention...

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Hannover (dpa/lni) - Mit Dutzenden roten Schuhen auf der Landtagstreppe in Hannover haben Abgeordnete aller Fraktionen gegen den Austritt der Türkei aus der Istanbul Konvention protestiert. Dabei handelt es sich um ein internationales Abkommen zum Schutz von Frauen vor Gewalt; kürzlich hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan den Austritt seines Landes aus dem 2011 vom Europarat ausgearbeiteten Abkommen verkündet. An dem Protest beteiligten sich unter anderem Landtagspräsidentin Gabriele Andretta und Gesundheitsministerin Daniela Behrens (beide SPD). Gefordert wurde dabei auch Solidarität mit von Gewalt betroffenen Frauen in Deutschland.

Bei der Aktion sollte jedes Paar Schuhe für eine Frau stehen, die durch Gewalt gestorben ist, wobei die Farbe Rot für vergossenes Blut steht. Die Aktionsform geht zurück auf die mexikanische Künstlerin Elina Chauvet, die das Projekt „Zapatos Rojos“ (Rote Schuhe) 2009 ins Leben gerufen hat und schon in verschiedenen Ländern Aktionen mit roten Schuhen gemacht hat, um an vermisste, misshandelte, vergewaltigte und ermordete Frauen zu erinnern.

„Die Gewalt gegenüber Frauen besonders im häuslichen Umfeld hat während der Pandemie massiv zugenommen“, mahnte die SPD-Abgeordnete Thela Wernstedt. „Auch in Niedersachsen wird durchschnittlich in jeder Woche eine Frau durch Partnerschaftsgewalt getötet. Wir wollen und dürfen das nicht hinnehmen.“ Auf die problematische Lage von Frauen hierzulande verwies auch die Grünen-Parlamentarierin Imke Byl. „Nicht nur in der Türkei, auch in Deutschland schafft der Staat es nicht, seine weiblichen Bürgerinnen vor häuslicher Gewalt und Femiziden zu schützen.“ Nötig seien mehr Investitionen in Frauenhäuser und Beratungseinrichtungen. „Die Täterarbeit zur Durchbrechung von Gewaltspiralen muss auch in Corona-Zeiten möglich sein.“

© dpa-infocom, dpa:210429-99-405080/2

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