Bürgerschaftswahl in HamburgHamburger SPD ist Wahlsieger, CDU vor den Grünen

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Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat die Wahl gewonnen.
Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat die Wahl gewonnen. (Foto: Morris MacMatzen/Getty Images)

Die SPD hat laut einer ersten Hochrechnung am Sonntag die Landtagswahl in Hamburg mit mehr als 30 Prozent gewonnen. Demnach dürfte es eine Mehrheit für die Fortsetzung der rot-grünen Koalition in der Hansestadt geben.

Die SPD von Bürgermeister Peter Tschentscher hat die Bürgerschaftswahl in Hamburg trotz Verlusten deutlich gewonnen. Wie die Landeswahlleitung mitteilte, kommen die Sozialdemokraten nach vereinfachter Auszählung der für die Parteien auf den Landeslisten abgegebenen Stimmen auf 33,5 Prozent. Die CDU kommt demnach als zweitstärkste Kraft auf 19,8 Prozent, die Grünen auf 18,5 Prozent.

Die Linke legt um 2,1 Punkte zu und kommt auf 11,2 Prozent, die AfD auf 7,5 (+2,2). FDP, BSW und Volt bleiben unter der Fünf-Prozent-Hürde.

Demnach dürfte es eine Mehrheit für die Fortsetzung der rot-grünen Koalition in der Hansestadt geben. Tschentscher will über eine gemeinsame Regierung auch zuerst mit den Grünen sprechen. „Das wäre meine Priorität“, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister in der ARD. „Wir sprechen aber auch mit der CDU, weil sich das so gehört zwischen demokratischen Parteien.“ Rot-Schwarz schließe er nicht von vornherein aus.

Die Wahl in Hamburg ist die einzige reguläre Wahl für ein Landesparlament in diesem Jahr in Deutschland. Die Bürgerschaft im Stadtstaat Hamburg ist vergleichbar mit dem Landtag in anderen Bundesländern. Wahlberechtigt sind alle Hamburgerinnen und Hamburger mit deutscher Staatsbürgerschaft ab 16 Jahren.

Jede Wählerin und jeder Wähler durfte bis zu zehn Stimmen abgeben – je fünf auf dem Landeslisten-Wahlzettel und dem Wahlkreislisten-Wahlzettel. Insgesamt sind im Landesparlament mindestens 121 Sitze zu vergeben.

Eine Woche nach der Bundestagswahl ist die Aussagekraft der Abstimmung über Hamburg hinaus begrenzt. Landespolitische Themen bestimmten den Wahlkampf, insbesondere die Verkehrsprobleme in der Stadt und der Wohnungsbau angesichts des Mangels an bezahlbarem Wohnraum. Daneben spielten auch die Migration und die Ankurbelung der durch den Hafen geprägten Wirtschaft eine wichtige Rolle. Hamburg gilt seit langem als eine Hochburg der Sozialdemokraten.

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