(SZ) Liebes Tagebuch, heute habe ich der taz meinen Entschluss mitgeteilt, auf mein Bundestagsmandat zu verzichten. Ich gehe jetzt komplett ins Offene. Wo eine Tür zugeht, geht auch eine auf, also die ins Offene. Man muss auch manchmal eine Tür zuziehen, damit eine neue aufgeht. Das habe ich der taz gesagt, was sehr nett von mir war, wenn man bedenkt, was diese linken Vögel schon Dummes über mich geschrieben haben. Aber dann hatte ich einen bösen Traum. Ich habe die Tür zum Bundestag zugemacht und dann geschaut, was hinter der offenen Tür, die dann aufging, zu sehen ist. Da war eine erloschene Ampel, daneben stand schmatzend der wurstfressende Söder und rief mit vollem Mund was von Heizungsgesetz. Schnell zu die Tür und fest abgeschlossen. Da geht schon wieder eine auf, ich luge hinein − und da lacht mich gemein Frau Fehlbesetzung an und zerreißt eine Regenbogenfahne. Dann flüchte ich in einen anderen Raum, wo junge Menschen an meinen Lippen hängen, während ich ihnen wie in meinem neuen Buch erläutere, wie sich zeitgenössische Politik im Spannungsfeld zwischen statikos und dynamis erschöpft, aber die Krisen nicht verschwinden, wenn man die Tür hinter sich zumacht. Aber da geht die Tür schon wieder auf, und ein Nachtmahr hüpft herein, der aussieht wie die Annalena.
Glosse: Das StreiflichtDer letzte echte deutsche Denker nimmt Abschied
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Robert Habeck geht jetzt komplett ins Offene hinaus. Wie es in ihm aussieht, verrät sein geheimes Tagebuch.

Glosse: Das Streiflicht:Ein Schnabeltier namens Winston
Oft ist die Rede von Churchills Papagei, dem der größte Brite einen Strom schauerlicher Flüche über die Nazis beigebracht haben soll. Aber wer spricht eigentlich von jenem seltsamen Wesen, das Australien dem Premierminister schenkte?
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