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Nachruf auf Guido Westerwelle:Der Unvollendete

Guido Westerwelle.

(Foto: Regina Schmeken)

Er war für viele Menschen eine Provokation. Bewegt hat er sie, als er, todkrank, für ein zweites Leben kämpfte. Er hat verloren.

Von Evelyn Roll

Als wir uns das letzte Mal getroffen haben, im September 2015, ein paar Monate nach der Stammzellen-Transplantation, sah er schon wieder gut aus, fast wie früher, mit Haaren jedenfalls. Die Augen tränten zwar unentwegt, man konnte sehen, dass ihm das Schlucken Schmerzen machte, er gab auch niemandem die Hand, um sich keine Infektion zu holen. Und auf die Frage "Wie geht es Ihnen? Wie geht es Ihnen wirklich?", antwortete Guido Westerwelle: "Noch ist nicht entschieden, ob mein neues Immunsystem meinen Körper abstößt."

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