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Grüner Oberbürgermeister von Stuttgart:Fritz Kuhn hält Schwarz-Grün im Bund für möglich

Der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn plädiert für Offenheit gegenüber möglichen Koalitionsverhandlungen (Archivbild)

(Foto: Imago Stock&People)

Stuttgarts grüner Oberbürgermeister Fritz Kuhn zeigt sich offen für eine schwarz-grüne Koalition im Bund. Die Bevölkerung wünsche sich offenbar eine Zusammenführung von Ökologie und Wirtschaft, sagt er der SZ. "Ich appelliere an die Grünen, das mit der Möglichkeit des Gelingens zu prüfen."

Der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) hält eine schwarz-grüne Koalition im Bund für möglich.

"Es gibt offenbar den Wunsch der Bevölkerung, Ökologie und Wirtschaft zusammenzuführen. Es ist unsere Pflicht, zu schauen, ob ein schwarz-grünes Bündnis das könnte. Ich appelliere an die Grünen, das mit der Möglichkeit des Gelingens zu prüfen", sagte Kuhn der Süddeutschen Zeitung. "Wenn wir mit der Union sondieren, dann auf jeden Fall richtig, mit aller Ernsthaftigkeit." Er plädiere dafür, "der Kanzlerin offen zu begegnen, wenn sie auf uns zukommt".

In Sondierungsgesprächen, forderte Kuhn, müsse "ergebnisoffen" geklärt werden, "ob es zwischen den Grünen und der Union eine Basis bei der ökologischen Modernisierung von Wirtschaft und Gesellschaft gibt". Ein Erfolg solcher Verhandlungen sei nicht sicher, "aber ich sehe da schon Potenzial bei der Energiewende, in den Umwelttechnologien, bei der Verkehrsinfrastruktur".

Eine schwarz-grüne Koalition, so Kuhn, wäre besser für Deutschland als eine schwarz-rote: "Eine gute Koalition braucht immer ein Projekt. Die ökologische Modernisierung ist das zentrale Zukunftsprojekt für Deutschland." Davon würden sowohl die Bürger als auch die Wirtschaft profitieren. "Das ist bei Schwarz-Grün wahrscheinlicher als bei Schwarz-Rot. Ich möchte nicht, dass in Deutschland eine große Koalition der Braunkohle regiert", sagte Kuhn.

Lesen Sie das vollständige Interview mit Fritz Kuhn in der Freitagsausgabe der Süddeutschen Zeitung.

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