Grünen-SpitzenkandidaturLetzte Chance für Claudia

Einst managte sie eine politische Rockband, seit neun Jahren führt Claudia Roth als Parteivorsitzende die Grünen. Nun will sie Spitzenkandidatin für ihre Partei werden. Es ist vielleicht ihre letzte Chance nach der Bundestagswahl auch Ministerin zu werden. Ihre bisherige politische Karriere

Die politische Karriere der ehemaligen Managerin von "Ton Steine Scherben" begann, als sie 1989 für die Grünen ins Europäische Parlament gewählt wurde. Als Koordinatorin der deutschen Grünen setzte sie sich für die Gleichstellung aller in der EU lebenden Ausländer mit EU-Bürgern sowie für humanes Asylrecht ein.

Zur Bundestagswahl 1998 zog es sie aber wieder zurück nach Deutschland. Ihre Partei erreichte 6,7 Prozent und bildete gemeinsam mit der SPD die Regierung. Roth saß von da an im Bundestag.

Den Aufstieg in die Parteispitze schaffte sie 2001. Da Renate Künast Ministerin wurde, musste eine neue Parteivorsitzende an der Seite von Fritz Kuhn gefunden werden. Roth wurde mit 91,5 % der Stimmen gewählt.

Bild: DPA/DPAWEB 6. Oktober 2012, 10:092012-10-06 10:09:31 © Süddeutsche.de/anri/segi