Grüne Spitzenkandidaten-Kür:Schröder empfiehlt Trittin

"Wenn die Grünen klug sind, machen sie Trittin zum Spitzenkandidaten": Mit diesen Worten mischt sich Altkanzler Gerhard Schröder in die Rochade der Grünen um ihren Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl ein. Trittin habe sich einen staatsmännischen Habitus erarbeitet, so der Altkanzler.

Noch sind die Grünen uneins, wer ihre Partei in die Bundestagswahl führen soll. Nun hat sich der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in die Debatte eingeschaltet und einen der sechs Bewerberals Spitzenmann empfohlen: seinen politischen Wegbegleiter Jürgen Trittin.

"Wenn die Grünen klug sind, machen sie Trittin zum Spitzenkandidaten", sagte Schröder der taz. Trittin habe sich einen "staatsmännischen Habitus erarbeitet". Schröder lobte den europapolitischen Kurs des Vorsitzenden der Grünen-Bundestagsfraktion. Die Menschen nähmen Trittin außerdem seine Ernsthaftigkeit ab.

Bisher haben neben fünf weitere Politiker der Grünen ihre Kandidatur angekündigt: Co-Fraktionsvorsitzende Renate Künast, Parteichefin Claudia Roth, Bundestags-Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt sowie zwei weitgehend unbekannte Basis-Vertreter.

Trittin war zweimal unter Schröder Minister: von 1990 bis 1994 in Niedersachsen für Bundes- und Europa-Angelegenheiten und von 1998 bis 2005 Bundesumweltminister.

Bis zum 9. November wollen die Grünen per Urwahl Klarheit über ihre künftige Führung schaffen. Bis dahin solle die Auszählung abgeschlossen sein, geht aus einem Antrag des Parteivorstands hervor, der am Freitag im Internet veröffentlicht wurde.

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