Robert Habeck will die Frage nicht beantworten. Partout nicht. Was genau die Fehler von Ricarda Lang und Omid Nouripour gewesen seien, will „Heute-Journal“-Moderator Christian Sievers wissen. Warum mussten sie als Parteivorsitzende gehen? Er stellt die Frage einmal, er stellt sie ein zweites Mal, ein drittes Mal. Doch der Vizekanzler windet sich. „Gute Parteivorsitzende“ seien Lang und Nouripour gewesen, sagt er, anstatt auf die Fragen einzugehen. Sie hätten die „Partei zusammengehalten“, „Opfer gebracht“. Irgendwann reicht es dem ZDF-Moderator. Er habe immer noch nicht verstanden, warum die beiden dann gehen müssten, so Sievers. „Damit die Partei aus der schwierigen Lage rauskommen kann“, sagt Habeck schließlich, schiebt aber ein: „So ihre eigene Analyse.“
MachtkampfWie Robert Habeck die Grünen umkrempelt
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Nach dem Rücktritt von Ricarda Lang und Omid Nouripour werden mögliche Nachfolger gehandelt. Vertraute des Wirtschaftsministers könnten die Zukunft der Partei bestimmen. Doch macht die das überhaupt mit?
Von Markus Balser, Vivien Timmler, Berlin

Die Grünen:Ausgeträumt
Vier Mal hatten die Grünen in diesem Jahr die Chance, die Wähler von sich zu überzeugen. Vier Mal ist ihnen das nicht gelungen. Jetzt musste was passieren. Die Frage ist allerdings, ob mit dem Rücktritt von Ricarda Lang und Omid Nouripour irgendein Problem gelöst ist.
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