Grüne:Die niedrigen Erwartungen noch unterboten

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Die Grünen-Vorsitzenden Ricarda Lang und Omid Nouripour nehmen Spitzenkandidatin Terry Reintke in ihre Mitte, als die ersten Hochrechnungen verkündet werden. (Foto: Christoph Soeder/dpa)

Die Grünen kassieren bei der Europawahl eine herbe Niederlage. Das war erwartbar – und erschüttert die Partei in dieser Deutlichkeit dann doch. Es herrscht: Ratlosigkeit.

Von Markus Balser, Vivien Timmler, Berlin

Jeder geht anders mit so einer Niederlage um. Die einen gehen direkt in die Analyse. Die anderen brauchen erst einmal ein Bier. Und wieder andere werden ganz, ganz still. Die Grünen-Spitze gehörte am Sonntagabend nahezu geschlossen zu letzterer Gruppe. Als der grüne Balken auf der Leinwand mickrig klein blieb, überragt wurde von Rot und Blau, als klar war, dass es dieses Mal nur reichen würde für den vierten Platz hinter Union, AfD und SPD, dass die Grünen der große Verlierer dieser Wahl sein würden, da passierte in den Gesichtern der Partei- und Fraktionschefs, der Abgeordneten und der Spitzenkandidatin: genau nichts.

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