Das Vereinigte Königreich ist das international anerkannte Mutterland der Wortspiele, insbesondere solcher mit lustigen Reimen im Zusammenhang mit Namen. Der ehemalige Tory-Premier Rishi Sunak war als Finanzminister „Dishy Rishi“, in Anspielung auf sein schnittiges Auftreten, ehe er als glückloser Regierungschef zu „Rishy Washy“ wurde. Liz Truss nannten sie gerne „Lettuce Liz“, weil eine Zeitung einen Salatkopf beim Verfall filmte, verbunden mit der Frage, ob er länger hält, als Truss’ Amtszeit dauert (der Salat gewann). Keir Starmer nun, der aktuelle britische Premier, trat an als „No Drama Starmer“, das klang vielversprechend. Neuerdings aber gibt es einen auch in Westminster benutzten Namen für ihn, der weniger schmeichelhaft ist. Starmer ist immer öfter „Never Here Keir“.
GroßbritannienKeir Starmer flieht nach München
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Der britische Premier macht die schwierigste Phase seiner Amtszeit durch. Jetzt aber ist Keir Starmer wieder da, wo er sich wohlfühlt: im Ausland, umgeben von anderen Regierungschefs. Bei der Sicherheitskonferenz will er über einen „schlafenden Riesen“ reden.
Von Michael Neudecker, London
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