An diesem Mittwoch endet eine Übergangsfrist für die Einreise nach Großbritannien. Künftig müssen Besucher aus 85 Ländern vor ihrer Reise eine elektronische Einreisegenehmigung (ETA) beantragen, wie das britische Innenministerium mitteilte. Die Regelung gibt es bereits seit April 2025, bisher galt aber eine Übergangsfrist, in der die für die Einreise zuständigen Beamten Kulanz walten lassen konnten.
Die Regelung gilt für alle Besucher, die für die Einreise kein Visum benötigen, darunter auch Reisende aus der Europäischen Union und damit aus Deutschland. Die Genehmigung kann vorab über eine App für 16 Pfund (18,34 Euro) erworben werden. Fluggesellschaften sind angehalten, bereits beim Einstieg ins Flugzeug zu kontrollieren, ob Reisende eine ETA haben.
Britische und irische Staatsbürger sind von der Regelung
ausgenommen. „Das ETA-System ist ein entscheidender Teil unserer Arbeit, die Grenzsicherheit des Vereinigten Königreichs zu stärken“, sagte Migrationsminister Mike Tapp. Die neuen Regeln sind eine Folge des britischen EU-Austritts (Brexit) im Jahr 2020. Nach dem Ende der Freizügigkeit werden die Grenzen nun stärker kontrolliert.
Die Europäische Union führt ebenfalls ein neues Grenzkontrollsystem für britische Staatsbürger ein. Das Ein- und Ausreisesystem (EES) der EU erfasst Daten digital und macht das Abstempeln von Pässen überflüssig. Dessen Einführung hat jedoch bereits zu Verzögerungen an einigen Flughäfen geführt. Branchenvertreter äußerten die Sorge, dass es zu Ostern zu weitreichenden Störungen kommen könnte.
Hinweis der Redaktion:
In einer früheren Version des Textes hieß es, die Bestimmungen gelten ab dem 25. Februar auch für Reisende aus Deutschland. Richtig ist, dass diese Bestimmungen bereits seit April vergangenen Jahres für deutsche Staatsbürger gelten. Wir haben dies korrigiert.
Des Weiteren haben wir die beiden Screenshots von ukvisaportal.com entfernt, da es sich hierbei nicht um die offizielle Antragsstelle handelt, sondern um einen kommerziellen Anbieter.

