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Großbritannien:Das ist doch krank

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Für die Briten ist ihr Nationaler Gesundheitsdienst NHS so wichtig, dass sie ihn allen Ernstes bei den Olympischen Spielen 2012 in London würdigten.

(Foto: Olivier Morin/AFP)

Großbritannien hat einen reichen Gesundheitsminister, der sehr viel sparen will. Eine neue Runde im epischen Streit um den "National Health Service".

Von Christian Zaschke, London

Das Timing ist für Jeremy Hunt mindestens unglücklich. Am Montag wurde bekannt, dass der britische Gesundheitsminister in Kürze um rund fünfzehn Millionen Pfund reicher wird. Er hatte 1990 mit einem Freund eine Website gegründet, die Weiterbildungskurse aller Art vermittelt. Diese ist nun von einem australischen Unternehmen für 30,1 Millionen Pfund gekauft worden, rund 34,5 Millionen Euro. Hunt wird damit das wohl reichste Mitglied des britischen Kabinetts sein. Das hat zunächst nichts mit seiner Rolle als Minister zu tun, doch da Hunt sich gerade in einem epischen Streit mit dem Nationalen Gesundheitsdienst NHS unter anderem um Kürzungen befindet, sieht es nicht so gut aus, dass er nun zu einem sehr wohlhabenden Mann geworden ist. Der traditionell der Labour-Partei nahestehende Daily Mirror wetterte, dass Hunt sich die Taschen vollmache, während er den NHS zu Tode spare.

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