Griechenland Rücktritt in Athen nach Waldbränden

Nach den verheerenden Waldbränden in Griechenland mit fast 90 Toten steht Ministerpräsident Alexis Tsipras unter Druck, personelle Konsequenzen zu ziehen. Reicht der Rücktritt eines Vize-Ministers?

Nach den verheerenden Waldbränden in Griechenland mit fast 90 Toten steht Ministerpräsident Alexis Tsipras unter Druck, personelle Konsequenzen zu ziehen. Der Rücktritt des Vize-Ministers für Katastrophenschutz, Nikos Toskas, ist am Freitag angenommen worden, teilte das Büro des Ministerpräsidenten mit. Am Sonntagabend wurde die Entlassung der Chefs von Feuerwehr und Polizei bekannt. Am 23. Juli waren in der Umgebung der Hauptstadt Athen Waldbrände ausgebrochen, die sich rasend schnell ausbreiteten und unter anderem den Badeort Mati erreichten. 88 Menschen starben. Die Opposition wirft der Regierung Versagen bei der Warnung der Bevölkerung und der Evakuierung der betroffenen Gebiete vor.

Die für die öffentliche Sicherheit zuständigen Behörden waren auch in die Kritik geraten, weil tagelang Verwirrung über die Zahl der Toten herrschte. Sie war zwischenzeitlich mit mehr als 90 angegeben worden, wurde später aber auf 88 gesenkt. Ein Mensch wird vermisst. Rund 40 Menschen befinden sich noch im Krankenhaus, neun von ihnen schweben in Lebensgefahr.

Inmitten der sommerlichen Hitzewelle in Südeuropa sind in Portugal gleich an mehreren Orten Temperaturrekorde erreicht worden. Wie die Wetterbehörde mitteilte, war es mit 45,2 Grad in der Nähe von Abrantes etwa 150 Kilometer nordöstlich von Lissabon am Freitag am heißesten. Im ganzen Land wurde mit weiterem Anstieg der Temperaturen gerechnet. Die Rettungsdienste warnten und wollten zusätzliches medizinisches Personal und Feuerwehrleute in Bereitschaft halten.

Verantwortlich für die Hitze auf der Iberischen Halbinsel waren heiße Luftmassen aus Afrika. In Spanien wurden ebenfalls Hitzewarnungen für 41 der 50 Provinzen herausgegeben.