Der Streit um Seegrenzen im östlichen Mittelmeer, der die Nato-Partner Griechenland und Türkei in den vergangenen Jahren mehrmals an den Rand einer handfesten militärischen Konfrontation gebracht hatte, flammt erneut auf – wenn auch mit veränderten Akteuren. Es ist jetzt vor allem Libyen, das zunehmend selbstbewusst auftritt und der Regierung in Athen Kopfschmerzen bereitet. Wie griechische Medien diese Woche berichteten, hat Libyens Regierung am 20. Juni eine diplomatische Note an die Vereinten Nationen gesandt, in der sie gegen griechische Ansprüche auf Erdgasvorkommen im Meeresboden protestiert. Ein Abkommen zwischen Griechenland und Ägypten von 2020, in dem die beiden Länder ihre „Ausschließlichen Wirtschaftszonen“ im östlichen Mittelmeer festlegen, sei „null und nichtig“, weil es gegen „internationales Recht, einschließlich der UN-Seerechtskonvention“ verstoße.
Östliches MittelmeerStreit um Kreta
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Während immer mehr Flüchtlingsboote auf Griechenlands größter Insel ankommen, setzt Athen das Asylrecht teilweise aus. Und müht sich, libysche Ansprüche auf unterseeisches Erdgas abzuwehren.
Von Tobias Zick
