Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan "Es geht ganz schief mit der Welt"

Das Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise im Einsatz: Aktivisten bergen im Schutzgebiet "Sylter Außenriff" verlorene Fischernetze.

(Foto: Bente Stachowske / Greenpeace)

Jennifer Morgan ist seit drei Monaten neue Chefin von Greenpeace. Sie wehrt sich gegen Vorwürfe, fortschrittsfeindlich zu sein, und erzählt, was Umweltschützer aus dem Brexit lernen können.

Von Michael Bauchmüller

Seit drei Monaten ist Jennifer Morgan neue Greenpeace-Chefin, als Teil einer weiblichen Doppelspitze. Ihre erste große Reise hat sie in die Arktis geführt - wo schmelzendes Eis neue Ölbohrungen möglich macht. Eine groteske Folge des Klimawandels, sagt Morgan. Jetzt gehe es darum, "Machtdynamik" zu ändern.

SZ: Frau Morgan, als Greenpeace-Chefin in diesen Zeiten sind Sie nicht zu beneiden.

Jennifer Morgan: Im Gegenteil, ich finde den Job sehr beneidenswert. Wie kommen Sie darauf?

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