Greenpeace-Chef "Komplett außer Kontrolle"

Der ehemalige südafrikanische Bürgerrechtler und heutige Greenpeace-Chef Kumi Naidoo über die Schuld des Kapitalismus am Klimawandel, das Kämpfen und das Glück.

Interview von Michael Bauchmüller, Paris

Noch einmal ist der Südafrikaner Kumi Naidoo auf einer Klimakonferenz. Der Greenpeace-Chef trifft Staatschefs kleiner Inselstaaten und übergibt Millionen Unterschriften an den UN-Generalsekretär. Nach dem Treffen in Paris will er aufhören, aber fertig ist er nicht. Der Fehler, sagt er, liegt im System.

SZ: Herr Naidoo, kurz vor der Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 wurden Sie Greenpeace-Chef . Jetzt, nach der Konferenz in Paris, wollen Sie aufhören. Sind Sie des Kämpfens müde?

Kumi Naidoo: Ich bin weit davon entfernt. Ich habe ...