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Google-Doodle-Wissen:Sophie Scholl und der Trick mit den Eheringen

Sophie Scholl Google Doodle

Google ehrt Sophie Scholl mit einem Doodle.

(Foto: Screenshot Google)

Sophie Scholl galt in ihrer Jugendzeit als zurückhaltend - doch einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit hatte die NS-Widerstandskämpferin der Weißen Rose schon als Schülerin. Und als sie mit ihrem Freund gemeinsam im Hotelzimmer schlafen wollte, war das Paar äußerst kreativ.

Immer wieder zeigt Google auf der Startseite bunte Bilder oder Animationen - und erinnert damit an besondere Menschen oder Ereignisse. Wir sagen Ihnen, was Sie zum Google-Doodle unbedingt wissen müssen. Heute: 93. Geburtstag der 1943 hingerichteten Widerstandskämpferin Sophie Scholl.

Das ist zu sehen:

Ein Kranz aus weißen Rosen und Flugblätter. Sophie Scholl, ihr Bruder Hans und die Widerstandskämpfer der Weißen Rose verteilten sie im Kampf gegen Adolf Hitler und den Nationalsozialismus. Doch bei einer Flugblattaktion in der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität am 18. Februar 1943 wurde die Gruppe verraten. Sophie Scholl, Hans Scholl und ihr Kommilitone Christoph Probst wurden am 22. Februar 1943 von den Nationalsozialisten hingerichtet. Die Geschwister Scholl gelten heute als bedeutendste Vertreter des Widerstands gegen das NS-Regime. Auf ihren Flugblättern standen aber natürlich wichtigere Botschaften als die Google-Buchstaben. Die ZDF-Reihe "Frauen, die Geschichte machten" stellt Sophie Scholl in einer Folge vor. Hier geht es zum Film.

Fakten zu Sophie Scholl:

  • Als Kind war Sophie Scholl eher still und schüchtern - doch mitunter konnte sie auch richtig keck auftreten. Als Zehnjährige charakterisierte sie sich einmal folgendermaßen: "Die Brävste bin ich nicht, die Schönste will ich gar nicht sein, aber die Gescheiteste bin ich immer noch." (aus der Biographie von Barbara Beuys)
  • Ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden hatte Sophie Scholl schon als Schülerin. In der ersten Klasse saß sie neben ihrer älteren Schwester Liesl. Die Kinder mussten, je nach Tagesform, die Plätze wechseln: Vorne saßen die Guten, hinten die Schlechten. An ihrem Geburtstag sollte Liesl in eine der hinteren Reihen verbannt werden. Sophie Scholl intervenierte prompt. Das dürfe der Lehrer ihrer Schwester an ihrem Geburtstag nicht antun. Das Mädchen hatte Erfolg. Ihre Schwester durfte weiter vorne sitzen. (aus der Biographie von Barbara Beuys)
  • Fritz Hartnagel war die große Liebe von Sophie Scholl. Im Frühjahr 1942 war er als Soldat auf dem Weg an die Ostfront, konnte sich jedoch überraschend ein paar Tage freinehmen, bevor er von Le Mans in Frankreich nach Russland weiterziehen musste. Im Buch zur ZDF-Reihe "Frauen, die Geschichte machten" wird eine Szene beschrieben, in der sich das Paar in einem Hotelzimmer am Bodensee einmieten wollte. Da Unverheiratete niemals zusammen in einem Hotelzimmer übernachten durften, hatte Hartnagel einfach zwei Ringe gekauft, mit denen sich die beiden als Ehepaar ausgaben.
  • In ihrer Jugendzeit ist Sophie Scholl von der Ideologie des Nationalsozialismus zunächst recht angetan. Sie tritt in den Bund Deutscher Mädel ein und hat bei der Jungmädelschaft in Ulm sogar Führungspositionen. Doch nach und nach wendete sich die junge Frau von den Nationalsozialisten ab. Eine konkrete Situation, die zum Bruch mit den Nazis führte, gibt es laut der Historikerin Barbara Beuys, Autorin der bislang umfassendsten Sophie-Scholl-Biographie, aber nicht. Vielmehr soll der Sinneswandel schleichend erfolgt sein. Hier geht es zu einem SZ-Porträt von Sophie Scholl, das anlässlich des Tages geschrieben wurde, an dem die Widerstandskämpferin 90 Jahre alt geworden wäre.

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"Das Gesetz ändert sich, das Gewissen nicht!" (Zitat von Sophie Scholl)

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