bedeckt München 20°
vgwortpixel

Angriffe auf Tanker:Im Persischen Golf steigt das Risiko der Eskalation

Eine Reederei hat am Donnerstag einen Angriff auf einen ihrer Tanker im Golf von Oman bestätigt.

(Foto: AFP)

Der UN-Sicherheitsrat muss einen Tankerkríeg verhindern. Angriffe auf die Freiheit der Seefahrt erfordern eine entschlossene internationale Reaktion.

Ein Öltanker brennt im Golf von Oman, und vermutlich ist erneut ein Angriff der Grund dafür. Damit steigt das Risiko, dass bald der ganze Persische Golf in Flammen aufgeht und die strategisch wichtige Straße von Hormus zum Schauplatz eines neuen Tankerkrieges wird. Klar ist nur eines: Angriffe auf die Freiheit der Seefahrt und die Sicherheit von Handelsschiffen erfordern eine entschlossene internationale Reaktion.

Zunächst sollte diese in einer gründlichen, internationalen Untersuchung bestehen, denn es sind eine ganze Reihe von Motiven und Akteuren denkbar, die hinter solchen Attacken stehen können: terroristische Gruppen, Agents Provocateurs von Geheimdiensten, die iranischen Revolutionsgarden. Außenminister Sarif orakelt von Provokationen, zugleich aber droht er sibyllinisch, wer den Wirtschaftskrieg der USA gegen Iran unterstütze, könne keine Sicherheit für sich erwarten.

Der UN-Sicherheitsrat wäre der richtige Platz, ein starkes Signal zu setzen, auch weil ein steiler Anstieg der Ölpreise weltweit Turbulenzen verursachen würde. Die Hoffnung, dass er ausgerechnet hier zur Handlungsfähigkeit zurückfindet, ist allerdings gering. Auch denkbar wäre es, international Geleitschutz oder verstärkte Patrouillen zu organisieren, ein Modell, das sich bei der Bekämpfung der Piraterie bewährt hat.

Sicherheitspolitik Offenbar Angriffe auf zwei Tankschiffe

Golf von Oman

Offenbar Angriffe auf zwei Tankschiffe

Im Golf von Oman kommt es auf zwei Tankern zu schweren Explosionen. Die Ereignisse fallen in eine Phase der Anspannung zwischen den USA und Iran - Ajatollah Ali Chamenei schließt Verhandlungen mit den USA aus.   Von Paul-Anton Krüger