Glyphosat:Insektenschutz entzweit die Regierung

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Julia Kloeckner, Bundesministerin fuer Ernaehrung und Landwirtschaft, aufgenommen im Rahmen der Pflanzaktion im Hohen H

In einem Schreiben an den Kanzleramtschef beklagt Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner eigenmächtige Vorstöße des Umweltministeriums in Sachen Insektenschutz.

(Foto: Florian Gaertner/photothek.de via www.imago-images.de/imago images/photothek)

Der Zwist zwischen Landwirtschaftsministerin Klöckner und Umweltministerin Schulze stellt das geplante Verbot des Herbizids Glyphosat infrage.

Von Michael Bauchmüller, Berlin

In der Bundesregierung ist ein erbitterter Streit um den Insektenschutz und das umstrittene Herbizid Glyphosat entbrannt. Ausgangspunkt ist ein Schreiben von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner an Kanzleramtschef Helge Braun (beide CDU). In dem Schreiben, verschickt vorige Woche, beklagt Klöckner eigenmächtige Vorstöße des Umweltministeriums in Sachen Insektenschutz. Einwände des Agrarressorts würden übergangen. "Eine angemessene Berücksichtigung der berechtigten Belange der Landwirtschaft ist bei dieser Vorgehensweise nicht gewährleistet", beklagt die Ministerin. Dies sei nicht im Interesse ihres Ressorts und der Union. "Es kann aber auch nicht im Interesse der Bundeskanzlerin sein."

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