(SZ) Jeder, der mal mit einem Computer zu tun hatte, weiß, dass diese Geräte eine Persönlichkeit haben, die kapriziös, bockig, ja mitunter teuflisch ist. Sie haben einen Riesenspaß daran, Schabernack mit uns Menschen zu treiben, was ihnen leichtfällt, weil sie ja intelligenter sind, intelligenter sogar als Raben, Delfine oder der Trigema-Affe. Wie oft kommt es vor, dass beim Surfen im Netz – etwa auf der Suche nach Söders Instagram-Seite oder anderen Bildungskanälen – auf dem Monitor plötzlich das Bild erstarrt und trotz Flüchen und Schlägen auf die Tastatur nichts mehr geht. Da lacht sich Freund Computer mal wieder ins Fäustchen, haha. Man selbst aber hockt dumm da und denkt: Mist, Absturz! In diesem Fall hilft nur eins: den Rechner runterfahren und einen Neustart befehlen. Älteren Menschen, die noch mit Büchern und gedruckten Zeitungen aufgewachsen sind, hilft dabei gerne der vierjährige Enkel, sofern er mit Bitcoins belohnt wird. In der Regel bewirkt der Neustart Wunder. Schon der treffliche Hermann Hesse schrieb: „Jedem Neustart wohnt ein Zauber inne.“
GlosseDas Streiflicht
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Politiker sagen, sie bräuchten dringend einen Neustart. Aber nicht jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.