(SZ) Natürlich hat Friedrich Merz recht, wenn er laut Spiegel sagt, dass Robert Habeck Kinderbuchautor sei und deshalb keine Ahnung von Technologie habe. Schließlich hat der Kanzlerkandidat der Union beim Landesparteitag der nordrhein-westfälischen CDU in Münster gleich nachgeschoben, dass er Jurist sei und deshalb auch keine Ahnung von Technologie habe. Jetzt fragt man sich, ob es die Sache besser machen würde, wenn Juli Zeh sich als Spitzenkandidatin eines noch zu gründenden Bündnis Juli Zeh (BJZ) aufstellen sollte, weil sie das zweite juristische Staatsexamen hat und nicht nur Romane schreibt, sondern auch Kinderbücher. Versteht sie dann doppelt so viel von Technologie oder doppelt so wenig? Es wäre auch interessant, sofort bei dem promovierten Juristen und Georg-Büchner-Preisträger Alexander Kluge anzurufen und ihn um ein Kinderbuch zu bitten. Das wäre zu viel verlangt? Wer wissen will, wie sich schnelles Denken anhört, muss nur Alexander Kluge zuhören, das Buch wäre sicherlich schon vor dem Anruf fertig.
GlosseDas Streiflicht
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Dass Robert Habeck als Kinderbuchautor nichts von Technologie versteht, ist für Friedrich Merz klar. Aber weiß er auch, welche Chance darin liegt?