GlosseDas Streiflicht

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In der Politik gibt es augenblicklich kaum Bilder, die Mut machen. Schön, dass am Wahlsonntag ausgerechnet die finstere „Bild“-Zeitung eines geschossen hat.

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(SZ) Von den wirklich Mächtigen dieser Welt und ihrer langen Geschichte ist bekannt, dass sie beinahe alle sehr gerne und viel gegessen haben. Otto von Bismarck, der eiserne Kanzler, aß manchmal zwölf Koteletts zum Frühstück. Auf diese Weise holte er sich die Kraft, die Sozialdemokraten zu verbieten und den bayerischen König zu bestechen, damit dieser der Reichsgründung zustimmte. Was Winston Churchill aß, wissen nicht nur diejenigen, die genauso viel essen, saufen und dabei genau so alt werden wollen wie der britische Krieger und Premier. Adenauer hat eher wenig gegessen, aber der erste Kanzler war auch schon sehr alt, als er ins Amt kam. Angela Merkel, die manche für eine weibliche Mischform von Churchill, Bismarck und Adenauer halten, schätzt Restaurantbesuche. Berliner Kunstfotografen wissen, wo sie die Altkanzlerin erwischen können. Zum Beispiel bei „Chez Maurice“ in der Bötzowstraße – das war aber noch zu der Zeit, als die Franzosen sich immer wieder erfolgreich gegen die vulgäre Wespe Marine Le Pen entschieden haben, wenn es bei der Stichwahl darauf ankam. Im Borchardt aß Angela Merkel das berühmte Schnitzel, unter dem der Kartoffelsalat so raffiniert versteckt war wie Friedrich Merz im Wahlkampf von Sachsen-Anhalt.

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