(SZ) Auf die Arbeit blickt der Mensch, je nach Veranlagung, in höchst unterschiedlicher Weise. Da gibt es jene, die erst jenseits der 50-Stunden-Woche das Gefühl haben, genug Visibility gezeigt und Impact generiert zu haben, um wenigstens die low-hanging fruits ihrer Karriere zu ernten. Auf der anderen Seite des Spektrums schleppen sich jene zur Stechuhr, die nur der Gedanke an die Kaffee-, Mittags- und Klopause durch die 19,5 Stunden ihrer Halbtagswoche bringt. Ähnlich ausdifferenziert ist die Haltung zum Arbeitsplatz als physischem Ort, an dem man die Work-Life-Balance im Gleichgewicht hält. Manch eine richtet sich das Büro mit Fotos vom letzten Mädels-Trip nach Ibiza ein, mit liebevoll gepflegten Topfpflanzen, für die das Messingkännchen mit abgestandenem Wasser bereitsteht, dazu eine Massagerolle aus Buchenholz unterm Schreibtisch, für die Werktätigen-Füße. Andere dagegen sind sowieso immer „beim Kunden“, und für die Freitage im Office reicht der Rollcontainer, in dem sie ihr Bio-Matcha-Pulver aufbewahren.
GlosseDas Streiflicht
Lesezeit: 2 Min.
Die Bürokratie muss abgebaut werden. Aber muss sie nicht auch schöner werden? Der Bastelkalender Bürgertelefon 2027 macht jedes Amt zum Erlebnis.