(SZ) Natürlich wollen die meisten Jugendlichen heutzutage Influencer werden. Mit der schonungslos-authentischen Verfilmung der eigenen Frühstücks- und Wimpernlifting-Routine so reich zu werden, dass es für ein Apartment in Dubai und einen Schrank voller Designerjogginghosen reicht, ist schließlich eine nachvollziehbare Berufswahl. Gut, das mit Dubai ist zuletzt ein bisschen heikel geworden, aber so ein Nahostkrieg kann sich ja durchaus zum zweiten Standbein entwickeln. „Mein Krisen-Make-up“, „Dein Rabattcode für den Anti-Drohnen-Glow“: Dafür gibt es todsicher einen Markt. Wer sich trotzdem noch unsicher ist, kann sich aber auch erst mal am Evergreen unter den Berufswünschen orientieren, also daran, „was mit Menschen“ zu machen.
GlosseDas Streiflicht
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Friedrich Merz lernt als Kanzler jeden Tag aufs Neue, was die Macht an Gesten bereithält. In Washington stand kurz sein eigenes Knie im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit.