(SZ) Als Richard Strauss seine Tondichtung „Also sprach Zarathustra“ komponierte, ahnte er nicht, dass man das einleitende Motiv (Taaa taaa taaa – Tadaaaa! Pom-pom-pom-pom etc.) später mit einem Affen assoziieren würde, der einen anderen Affen mit einem Knochen erschlägt, den er dann triumphierend in die Luft schmeißt. Stanley Kubrick wählte die Passage aber nun mal als Soundtrack der Eröffnungssequenz seines Films „2001 – Odyssee im Weltraum“. Seitdem denken wir beim Klang der Strauss’schen Pauken und Trompeten reflexhaft daran, wie unsere Ahnen, kaum, dass sie die Eignung eines Knochens als Werkzeug entdeckt hatten, dieses umgehend zu einem Mordinstrument weiterentwickelten. Der Katalysator, der den kognitiven Sprung zu Werkzeug- und Waffengebrauch ermöglicht, ist im Film übrigens ein schwarzer Monolith, der inmitten der Affen auftaucht und dessen Herkunft unerklärt bleibt.
GlosseDas Streiflicht
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Der Mensch liebt den Gegenstand in Philosophie und Heimwerkstatt. Er allein? Schaut euch die Tiere an, sie haben unsere Instrumente längst für sich entdeckt.