(SZ) Der Südpol fröstelte bis zum Jahr 1911 friedlich und menschenleer vor sich hin, niemand wollte dort bei 65 Grad minus einen spannenden Outdoor-Urlaub erleben. Dann aber machten sich der Norweger Roald Amundsen und der Brite Robert Falcon Scott daran, den Südpol, wie man in solchen Fällen sagt, zu „erobern“ – selbstverständlich nicht gemeinsam, sondern gegeneinander, denn nur im Wettkampf sind Ruhm und Ehre fürs Vaterland zu gewinnen. Amundsens Expedition erreichte als erste den Pol, und man mag sich gar nicht vorstellen, was in Scott und seinen Männern vorging, als sie nach wochenlangem Marsch durch Eis und Schnee am Ziel die norwegische Flagge vorfanden, die aussah, als würde sie den Briten eine lange Nase drehen. Zweiter Sieger – das ist die schmerzhafteste aller Niederlagen. Doch es kam noch schlimmer. Scott und seine vier Gefährten erfroren auf dem Rückweg. Der Expeditionsleiter hatte einen entscheidenden Fehler gemacht. Er hatte auf Ponys als Lasttiere gesetzt, die aber starben in der antarktischen Kälte. Amundsens Zugtiere hingegen waren flink und widerstandsfähig: Schlittenhunde.
GlosseDas Streiflicht
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Donald Trump macht sich über Hundeschlitten lustig. Er sollte sich seiner Sache nicht zu sicher sein, denn dieses archaische Gefährt birgt eine große Chance für Europa.