GlosseDas Streiflicht

Lesezeit: 2 Min.

Das Streiflicht
Das Streiflicht (Foto: SZ)

Schauspieler haben ein tolles Leben. Sie könnten also glücklich sein, wären nur nicht die Drehbücher so schlecht.

(SZ) Der Beruf des Schauspielers respektive der Schauspielerin hat etwas Verlockendes, sieht man davon ab, dass so ein Mime permanent der Beurteilung ahnungsloser Kritiker und des noch ahnungsloseren Publikums ausgesetzt ist. Ansonsten hat der Schauspieler ein komfortables Leben: Er kann, sofern er für die Bühne arbeitet, bis Mittag schlafen, dann das Champagner-Frühstück, anschließend ein Blick ins Theaterprogramm, um zu erfahren, in welchem Stück er am Abend auftritt, und falls er die Rolle kennt, hat der Mann noch Zeit für einen Stadtbummel samt Vorglühen an der Theaterbar. Filmschauspieler müssen manchmal früher aus dem Lotterbett, etwa wenn der sadistische Regisseur - fast alle Regisseure sind Sadisten - eine Verfolgungsjagd bei Sonnenaufgang drehen will. Aber auch das ist nicht schlimm. Ist die Szene für die normale Schauspielkunst zu anspruchsvoll, lässt sich der Filmstar von einem Double oder einem Stuntman vertreten. Das spart Kräfte, und er gewinnt Zeit, den Tag mit anderen, sinnvolleren Tätigkeiten zu nutzen.

Zur SZ-Startseite
  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: