(SZ) Wenn man mal im Himalaja war oder in den Rocky Mountains, weiß man, was Berge sind. Ja doch, Montblanc oder Ortler sind ganz nett, und aufgeplusterte Hügellandschaften wie der Harz haben auch ihre Reize. Aber ob man sie deswegen gleich Berge nennen muss? So ähnlich ist das mit Dusty Hill und Billy Gibbons. Die beiden bildeten 52 Jahre lang gemeinsam mit Frank Beard die Southern-Rock-Gruppe ZZ Top; ihr herausragendes, oder besser: herumhängendes Merkmal waren Bärte. Lange Bärte. Enorm lange Bärte. Der einzige ZZ-Top-Mann, der nur einen normalen Bart hat, ist der Schlagzeuger Beard, was die alte Regel nomen est omen widerlegt. Nun ist Hill, der Bass-Bart, gestorben. Das ist nicht nur eine schlechte Nachricht für alle Freundinnen und Freunde schwarzer, billiger Sonnenbrillen, die meisten Harley-Fahrer sowie jene, die in einem treibenden Song gerne Lautfolgen wie "how, how, how, how" hören. Es sollte auch den dünnbärtigen Hipstern, Kreativdirektoren und FDP-Vorsitzenden zu denken geben, soweit Denken ihnen nicht zu große Schwierigkeiten macht, how, how, how, how.
GlosseDas Streiflicht
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