Globaler SüdenHilfswerk warnt vor Abwerbung von Fachkräften

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Bis 2030 werden nach Angaben eines Hilfswerks weltweit Millionen Fachkräfte im Gesundheitswesen fehlen. Brot für die Welt nannte am Montag in Berlin rund elf Millionen unter Berufung auf Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO. „Gleichzeitig verschärft sich der internationale Wettbewerb um medizinisches Personal – auch durch Deutschland“, so das Hilfswerk aus Anlass des Weltgesundheitstags am Dienstag. Brot für die Welt forderte die Bundesregierung auf, Gesundheitssysteme im Globalen Süden zu stärken und nicht durch Anwerbung von Fachleuten zusätzlich zu schwächen.

So müssten zum Beispiel schon jetzt Gesundheitsstationen in ländlichen Regionen wegen Personalmangels schließen. Wenn Frauen abwandern, funktionierten außerdem Versorgungsstrukturen von Familien vielfach nicht. Brot für die Welt erklärte, man sehe daher Verbesserungsbedarf bei bisherigen Abwerbeabkommen. „Für Gesundheitssysteme wie in Kolumbien und Brasilien ist jede zusätzliche Abwerbeinitiative ein ernst zu nehmendes Risiko“, erklärte Julia Stoffner, Referentin für internationale Gesundheitspolitik bei Brot für die Welt. Deutschland als Zielland müsse seine Politik so ausrichten, dass Partnerländer nicht geschwächt würden.

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