Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Ukraine haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem sofortigen Waffenstillstand und Verhandlungen über ein Ende des Krieges aufgerufen. Daran sollten auch die USA und Europa „aktiv“ beteiligt werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die Kanzler Friedrich Merz, Präsident Emmanuel Macron, Premierminister Keir Starmer und Präsident Wolodimir Selenskij nach ihrem Treffen in London veröffentlichten. Darin nennen sie fünf Voraussetzungen für einen „gerechten und dauerhaften Frieden“: ein Ende der Kampfhandlungen. Putin solle einer „sofortigen und vollständigen Waffenruhe“ zuzustimmen. Die derzeitige Frontlinie sollte Ausgangspunkt für Verhandlungen sein. Die vier Länder pochen aber, in deutlicher Abgrenzung zu den gescheiterten Vermittlungsversuchen der US-Regierung, darauf, dass internationale Grenzen nicht mit Gewalt verändert werden dürften und die Ukraine das souveräne Recht habe, ihre eigenen Sicherheitsvorkehrungen und Bündnisse zu wählen. Die USA hatten etwa einen Nato-Beitritt der Ukraine aus Rücksichtnahme auf Russland abgelehnt. Die Ukraine müsse außerdem „robuste und rechtsverbindliche“ Sicherheitsgarantien bekommen, sobald eine Waffenruhe in Kraft trete. Dazu gehöre der Einsatz einer multinationalen Truppe. Russische Vermögenswerte blieben so lange eingefroren, bis Russland seinen Angriffskrieg beendet und die Ukraine für die durch den Krieg verursachten Schäden entschädigt.
Die europäischen Sicherheitsinteressen müssten in jedem Abkommen gewahrt werden. Verhandlungsergebnissen, die EU und Nato betreffen, müssten die Mitgliedstaaten zustimmen.