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Gewalt gegen Polizisten:Schütze von Baton Rouge hatte es auf Polizisten abgesehen

Diese drei Polizisten starben am Sonntag in Baton Rouge (von links nach rechts): Matthew Gerald, Montrell Jackson und Brad Garafalo.

(Foto: AFP)

Das berichten US-Medien übereinstimmend. Der Täter aus Louisiana reiht sich damit hinter den Todesschützen von Dallas ein.

Der Schütze von Baton Rouge hatte es nach Angaben der US-amerikanischen Behörden gezielt auf Polizisten abgesehen. Das berichten übereinstimmend die Washington Post und die New York Times. Sein Fokus habe auf Polizisten gelegen, sagte demnach der Polizeichef von Baton Rouge, Mike Edmonson. Sein ganzes Handeln sei darauf ausgerichtet gewesen, Sicherheitskräfte zu töten.

Der Täter hatte am Sonntag in Baton Rouge im US-Bundesstaat Louisiana das Feuer auf mehrere Polizisten eröffnet und drei von ihnen getötet. Drei weitere wurden verletzt, bevor die Polizei den Schützen erschießen konnte. Die Sicherheitsbehörden identifizierten den Täter als den 29 Jahre alten Gavin Long aus Kansas City, Missouri.

Seit wenigen Wochen eskaliert die Gewalt in den USA. Polizisten erschossen am 5. Juli den 37 Jahre alten Alton Sterling, während er am Boden lag. Einen Tag danach starb Philando Castile in Falcon Heights im US-Bundesstaat Minnesota durch die Kugel aus der Waffe eines Polizisten. In Dallas eröffnete zwei Tage später ein Attentäter während eines Solidaritätsmarsches für die beiden getöteten Schwarzen das Feuer auf Polizisten und tötete fünf von ihnen.

© SZ.de/dpa/mmm/fie

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