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Gewalt gegen Frauen:So ist es eben - nicht

Mehr als die Hälfte aller Frauen weltweit erlebt mindestens einmal in ihrem Leben sexuelle oder physische Gewalt. Trotz vieler Fortschritte ist Gewalt gegen Frauen noch immer die häufigste Menschenrechtsverletzung - und jene, die am wenigsten verfolgt wird. Das muss sich ändern.

Als junges Mädchen habe ich in meinem Heimatland Chile ein Sprichwort gehört: "Quien te qiere te aporrea" - "Wer dich liebt, der schlägt dich". Ich erinnere mich an eine Frau, die sagte: "So ist es eben."

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Ein kongolesisches Vergewaltigungsopfer sitzt neben einem Kind vor einem Krankenhaus in Goma.

(Foto: AFP)

Heute, da die Gesellschaft gerechter und demokratischer geworden ist, ist auch das Bewusstsein gewachsen, dass Gewalt gegen Frauen weder unvermeidlich noch akzeptabel ist. Diese Akte werden immer stärker als das verurteilt, was sie sind: Menschenrechtsverletzungen, eine Bedrohung für die Demokratie, Frieden und Sicherheit und eine schwere Last für die Wirtschaft der Länder.

Heute begehen wir den Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. In den vergangen Jahrzehnten haben wir viele Fortschritte erzielt. Heute gibt es in 125 Staaten Gesetze zum Schutz vor häuslicher Gewalt. Das war vor einem Jahrzehnt noch ganz anders.

Der UN-Sicherheitsrat sieht sexuelle Gewalt inzwischen als eine absichtlich eingesetzte Kriegstaktik an. Klare Fortschritte beim Völkerrecht ermöglichen es, sexuelle Gewalt während und nach Konflikten strafrechtlich zu verfolgen. Aber leider sind Diskriminierung und Gewalt noch allgegenwärtig.

Häusliche Gewalt gilt nicht überall als Straftat

Weltweit leben 603 Millionen Frauen in Ländern, in denen häusliche Gewalt nicht als Straftat gilt. Weltweit haben etwa 60 Prozent aller Frauen mindestens einmal in ihrem Leben sexuelle oder physische Gewalt erfahren müssen. Über 60 Millionen Mädchen sind Kinderbräute und schätzungsweise 100 bis 140 Millionen Frauen und Mädchen mussten eine Genitalverstümmelung über sich ergehen lassen.

Gewalt gegen Frauen ist eine der am weitesten verbreitete Menschenrechtsverletzungen. Gleichzeitig ist diese Gewaltform diejenige, die am wenigsten verfolgt wird.

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