Ein paar Beispiele dafür, wer auf dem ziemlich jungen sozialen Medium Gettr in den vergangenen Wochen mit persönlichen Worten begrüßt worden ist: diverse AfD-Abgeordnete, der selbsternannte "Alternativ"-Journalist und Corona-Verschwörungsfantast Boris Reitschuster, der einstige Verfassungsschutzchef und jetzige Rechtsausleger Hans-Georg Maaßen. Letzterem schrieb Gettr-Gründer Jason Miller, jahrelanger Berater Donald Trumps, Mitte Dezember öffentlich: "Es ist eine Ehre, Sie dabeizuhaben." Gemäßigte, liberale oder gar linke Stimmen findet man eher nicht in der selbsternannten "Heimat der freien Meinungsäußerung".
Social MediaRechte Ausweichmanöver
Lesezeit: 3 Min.

Neue Rechte und Verschwörungsgläubige behaupten, Facebook und Twitter würden sie zensieren - und gründen Ersatzplattformen. Gettr zum Beispiel. Kann sich das etablieren?
Von Christoph Koopmann und Lea Weinmann, München
