Nina Warken betritt die Dachterrasse hoch über Genf. Die Stadt ist voll mit Gesundheitspolitikern, die sich zur Jahreskonferenz der Weltgesundheitsorganisation WHO treffen. Für Warken ist es die erste Auslandsreise, sie ist erst seit wenigen Tagen die neue Bundesgesundheitsministerin. Auf der Dachterrasse lädt die deutsche Delegation zum Empfang. Rechts leuchtet der Mont Blanc, links glitzert der Genfersee, ein Sonnensegel spendet Schatten. Warken läuft Ashley Dalton in die Arme. Die Britin ist eine Art parlamentarische Staatssekretärin im Gesundheitsministerium in London und begrüßt die neue Kollegin aus Deutschland mit englischer Höflichkeit: „Wie mutig, dass Sie direkt als Gastgeberin auftreten.“
GesundheitspolitikDie Frau mit dem Kamikaze-Job
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Die neue Gesundheitsministerin Nina Warken hat kaum Ahnung von Gesundheitspolitik. Trotzdem soll sie die größte Reform seit Jahrzehnten durchsetzen. Packt sie das?
Von Bastian Brinkmann, Genf/Leipzig
