Gesundheitsminister Fett und mehr

Jens Spahn will künftig bestimmen, was die Krankenkassen bezahlen. Zum Beispiel die Behandlung bei krankhaften Fettverteilungsstörungen. Die Kassen wehren sich dagegen, und auch manche Koalitionspolitiker.

Von Michaela Schwinn

Eigentlich schien die neueste Forderung des Bundesgesundheitsministers wenig Stoff für Diskussion zu bieten: Jens Spahn (CDU) will, dass Menschen, die an krankhaften Fettverteilungsstörungen leiden, eine Fettabsaugung von den Krankenkassen bezahlt bekommen. Dieser Vorstoß aber hat nun massive Kritik ausgelöst, sowohl bei den Krankenkassen als auch bei Politikern.

Das liegt daran, dass Spahn mit seinem Vorschlag nicht nur die Frage aufwirft, ob Fettabsaugungen in diesem Fall erstattet werden sollen, sondern ganz allgemein, wer künftig darüber entscheiden darf, was Kassenleistung wird und ...