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Gesundheit:Kritik am Vorschlag von Jens Spahn

Organspende-Skandal Göttingen
(Foto: Emily Wabitsch/dpa)

Im Bundestag formiert sich Widerstand gegen die vom Bundesgesundheitsminister vorgeschlagene Widerspruchsregelung für Organspenden. Spahn sei auf dem falschen Weg, heißt es.

Im Bundestag formiert sich Widerstand gegen die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und dem SPD-Vizefraktionsvorsitzenden Karl Lauterbach vorgeschlagene Widerspruchsregelung für Organspenden. Der FDP-Haushaltspolitiker Otto Fricke sagte, Spahn sei auf dem falschen Weg. Fricke gehört zu einer Gruppe von Abgeordneten aus allen Fraktionen außer der AfD, die an einem gemeinsamen Gruppenantrag gegen die Widerspruchslösung arbeitet. Darüber hatte zunächst das "RedaktionsNetzwerk Deutschland" berichtet. Fricke sagte, ihn und viele seiner Mitstreiter störe das Menschenbild, das hinter dem Vorschlag stehe: "Das Menschenbild von Herrn Spahn ist: Der Staat regelt, und der Bürger kann dann widersprechen." Er gehe vom Gegenteil aus, sagte Fricke: "Alle Rechte kommen vom Bürger und werden dem Staat gegeben. Der Staat muss fragen, ob er eingreifen darf", so Fricke.

© SZ vom 26.10.2018 / epd
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