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Gespräch mit dem afghanischen Präsidenten:"Wir haben eine räuberische Elite"

Aschraf Ghani, 66, ist seit 2014 Präsident Afghanistans. Der Paschtune lebte seit seiner Studentenzeit bis zum Sturz der Taliban in den USA, wo er bei der Weltbank Karriere gemacht hat.

(Foto: Markus Schreiber/AP)

Aschraf Ghani setzt anders als sein Vorgänger wieder auf Kooperation mit dem Westen. Im SZ-Interview spricht er über den Schmerz seines Volkes und seinen Kampf gegen Korruption.

Interview von Tobias Matern

Der afghanische Präsident Aschraf Ghani empfängt zum Gespräch in seiner Suite im Münchner Hotel Bayerischer Hof. Sein Land ist längst nicht mehr das zentrale Thema bei der Sicherheitskonferenz, doch die Probleme in Afghanistan haben sich seit dem Abzug der westlichen Kampftruppen eher noch verschärft. Viele Menschen aus der Mittelschicht versuchen, nach Europa zu fliehen, die Korruption drangsaliert die Bevölkerung, die Taliban sind in der Lage, durch Terroranschläge Angst zu verbreiten. Ghani, der bis zum Sturz der Taliban in den USA gelebt und bei der Weltbank Karriere gemacht hatte, bemüht sich um einen neuen Stil in Kabul. Anders als sein Vorgänger Hamid Karsai setzt er wieder verstärkt auf Kooperation mit dem Westen.

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