Gerd Müller im Interview "Ohne Reformwillen keine Zusammenarbeit"

Bereits 2017 reiste Gerd Müller zu Flüchtlingsinitiativen nach Uganda, nun tourte er nochmals durch Afrika.

(Foto: imago)

Entwicklungsminister Gerd Müller will die Afrikahilfe auf den Prüfstand stellen: Nicht bekämpfte Korruption soll Folgen haben. So wie nun für Kenia.

Interview von Bernd Dörries

Entwicklungshilfeminister Gerd Müller, 63, ist gerade von einer Reise durch sieben afrikanische Länder zurückgekehrt. Als erster deutscher Minister besuchte er nach dem historischen Friedensschluss Äthiopien und das bisher isolierte Eritrea.

SZ: Herr Müller, Sie haben Präsident Isaias Afewerki in Eritrea getroffen, wie war es denn, wie war er denn?

Gerd Müller: Er hat uns in Sandalen in seiner Berghütte empfangen, weit außerhalb der Hauptstadt und uns sein Staudammprojekt gezeigt. Er war sehr bemüht, die großen Probleme des Landes darzustellen. Viele ...

Nach 20 Jahren wieder Freunde

Äthiopier und Eritreer können kaum fassen, dass ihre Länder endlich Frieden geschlossen haben. Plötzlich scheint die Zukunft offen zu stehen. Über zwei Nationen im Freudentaumel. Von Bernd Dörries mehr...