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Geplantes Attentat zum Todestag bin Ladens:CIA will Al-Qaida-Anschlag auf US-Flugzeug verhindert haben

US-Geheimdienste haben nach eigenen Angaben einen Bombenanschlag des Al-Qaida-Netzwerks auf ein Passagierflugzeug verhindert. Es sei gelungen, die Anschlagspläne in einer frühen Phase aufzudecken und den Sprengsatz sicherzustellen. Noch vor kurzem hatte das Weiße Haus mitgeteilt, es seien keine Attentatspläne des Terrornetzwerks gegen die USA bekannt.

Der US-Auslandsgeheimdienst CIA hat Angaben aus Regierungskreisen zufolge einen Anschlag der al-Qaida auf ein Passagierflugzeug verhindert. Das Attentat des jemenitischen Arms der Terrororganisation hätte rund um den Jahrestag der Tötung des ehemaligen Al-Qaida-Chefs Osama bin Laden stattfinden und eine Maschine auf dem Weg in die USA zerstören sollen, hieß es. Die CIA sei aber gemeinsam mit anderen Geheimdiensten eingeschritten, bevor der mutmaßliche Selbstmordattentäter ein Ticket gekauft habe, sagten die Gewährsleute.

Der Al-Qaida-Ableger in Jemen habe geplant, eine Bombe in ein Flugzeug zu schmuggeln, berichtete die New York Times unter Berufung auf Geheimdienstangaben. Ein Selbstmordattentäter sollte den Sprengsatz demnach unter seiner Kleidung mit an Bord nehmen.

Die sichergestellte Bombe ist den Angaben zufolge die Weiterentwicklung der sogenannten Unterhosenbombe, die im Dezember 2009 in einem Flugzeug über Detroit zum Einsatz kommen sollte, aber nicht explodierte. Der Sprengsatz sei "nicht metallisch" gewesen, hieß es in Medienberichten weiter. Deshalb wäre er bei den üblichen Kontrollen an Flughäfen schwer aufspürbar gewesen. Die US-Behörden wollen jetzt prüfen, ob die Bombe durch die Sicherheitsschleusen am Flughafen hätte gebracht werden können.

Die Bombe gleicht Behördenangaben zufolge den Sprengsätzen, die von der al-Qaida auf der arabischen Halbinsel benutzt werden. Dabei handelt es sich nach US-Einschätzungen um den gefährlichsten Ableger der Terrororganisation mit mehr als 1000 Mitgliedern in Jemen und Verbindungen zur Al-Qaida-Führung in Pakistan.

US-Präsident Barack Obama habe im April von dem Anschlagsplan erfahren, sagte eine Sprecherin des Weißen Hauses. Ihm sei versichert worden, dass der Sprengsatz keine Gefahr darstelle.

Noch bis vor Kurzem hatten das Weiße Haus sowie die Heimatschutzbehörde der Öffentlichkeit mitgeteilt, ihnen seien keine Attentatspläne des Terrornetzwerks gegen die USA rund um den Todestag Bin Ladens bekannt. Das Weiße Haus nahm dazu am Montag keine Stellung.