Geplanter Terroranschlag auf Zeitung Dänisches Gericht spricht vier Männer schuldig

Ein dänisches Gericht hat vier Männer schuldig gesprochen, als Vergeltung für die Mohammed-Karikaturen einen Terroranschlag auf die Zeitung "Jyllands Posten" geplant zu haben. Den Ermittlern zufolge wollten die Verurteilten in den Redaktionsräumen der Zeitung um sich schießen.

Ein dänisches Gericht hat am Montag vier Männer schuldig gesprochen, als Vergeltung für die Mohammed-Karikaturen einen Terroranschlag auf die Zeitung Jyllands Posten geplant zu haben. Die Angeklagten wurden zu jeweils zwölf Jahren Haft verurteilt.

Der dänische Karikaturist Kurt Westergaard wurde durch seine umstrittene Mohammed-Zeichnung weltweit bekannt, die den Propheten mit einer Bombe als Turban zeigt.

(Foto: dpa)

Die Männer wurden von schwedischen und dänischen Geheimdiensten überwacht und schließlich im Dezember 2010 festgenommen, nur wenige Stunden vor der geplanten Tat. Den Ermittlern zufolge wollten die Verurteilten in den Redaktionsräumen der Zeitung um sich schießen.

Bei Prozessbeginn im April bekannten die Angeklagten sich nicht schuldig. Später gab einer der Männer illegalen Waffenbesitz zu. Drei der Verurteilten sind schwedische Staatsbürger, der vierte hat eine Aufenthaltserlaubnis für das Land. Sie stammen aus Libyen, Tunesien, Marokko und dem Libanon.

Im überwachten Kopenhagener Apartment der Angeklagten fand die Polizei zwei Schusswaffen, Munition und etwa 20.000 Dollar Bargeld. Die dänische Polizei hat seit der Veröffentlichung der in der islamischen Welt heftig kritisierten Mohammed-Karikaturen mehrere Mordpläne gegen den heute 76-jährigen Zeichner Kurt Westergaard aufgedeckt. Er hatte den Propheten Mohammed mit einer Bombe im Turban dargestellt.