Georgien:Die Wut auf das "russische Gesetz"

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In der georgischen Hauptstadt Tiflis demonstriert eine Frau gegen das umstrittene Gesetz. (Foto: Zurab Tsertsvadze/dpa)

Acht von zehn Georgiern wollen in die EU, auch die Regierung strebt offiziell dieses Ziel an. Trotzdem verabschiedet sie zum Entsetzen der Bürger am Dienstag ein repressives Gesetz, das Brüssel nur erzürnen kann. Was steckt dahinter?

Von Silke Bigalke und Hubert Wetzel, Moskau/Brüssel

Handgreiflichkeiten kommen vor im georgischen Parlament. Doch was die TV-Kameras am Dienstagmittag aus Tiflis übertrugen, war eine ausgewachsene Schlägerei. Abgeordnete drängten sich durch die engen Sitzreihen, stiegen übereinander, rempelten, schlugen um sich. Eine Vertreterin der Mehrheitspartei schlug sogar mit einer Mappe zu, gezielt auf den Hinterkopf eines Oppositionsmitglieds.

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